Ja, auch in Kenia gibt es Corona. Auch hier gibt es sehr strenge Maßnahmen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Schulen und Kindergärten sind seit Wochen geschlossen, Nairobi (Wir) und Mombasa (Küste) sind vom Rest des Landes abgeriegelt, es gibt eine Gesichtsmaskenpflicht, ebenso ist der Aufenthalt in Restaurants verboten. Unnötige Wege sollen vermieden werden. Jeder ist angehalten, zu hause zu bleiben.

Auch hier auf Station hat sich vieles verändert. Offiziell ist sie jetzt geschlossen. Statt über hundert Menschen, die unter der Woche hier ihrem Arbeitsalltag nachgehen, wohnen jetzt noch ungefähr dreißig Leute hier. Als erstes mussten die deutschen Kurzzeitler nach Hause, mit der Schließung der Station kam dann ein großer Teil des kenianischen Teams und alle Arbeiter dazu. Da erstmals keine Auslandsflüge mehr möglich sein werden, entschlossen sich auch einige deutsche Familien, das Land zu verlassen.

Uns geht es aber gut. Auf der Station können wir uns frei bewegen. Das bedeutet viel Platz, eine wunderschöne Landschaft und immer wieder herzliche Begegnungen. Im Augenblick haben wir ausreichend Vorräte, um die Station nicht verlassen zu müssen. Hin und wieder kann Dominik mit anderen einkaufen gehen. Dominik kann sich hier bereits voll einbringen. Gerade jetzt ist es wichtig, für ein gutes und schnelles Internet zu sorgen, da der Fokus viel stärker als sonst auf der digitalen Kommunikation liegt.

Wir freuen uns, wenn ihr für uns betet. Und auch für die Menschen hier. Viele hier leben von der Hand in den Mund als Tagelöhner. Durch die Einschränkungen kommen daher manche um ihren Tagesverdienst und können sich dann nichts zu Essen kaufen. Einzelne können wir in dieser Krise unterstützen. Auch für diese Möglichkeit sind wir sehr dankbar. Hier gibt es keine Sozialhilfe oder ähnliches, wie in Deutschland, daher ist es für viele existenziell wichtig, dass die Maßnahmen nicht zu lange andauern und sie wieder Arbeiten können.