Die neuen Wagner-News sind da. Viel Spaß beim Lesen!

Durch einen klick auf die Karte könnt ihr die verschiedenen Stationen und Projekte von DIGUNA in Afrika sehen. Mehr dazu gibt es bald, wenn die neue DIGUNA Homepage veröffentlicht ist.

Hier gibt es einen kleinen Einblick in unsere aktuelle Situation in Kenia und unsere Arbeit dort.

Viel Spaß beim ansehen.

In der neuen Ausgabe findet ihr folgende Themen:

  • Tschüß Deutschland – Hallo Kenia!
  • Neue Aufgaben.
  • Corona in Kenia.
  • Ein Tag auf der Station.

Ja, auch in Kenia gibt es Corona. Auch hier gibt es sehr strenge Maßnahmen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Schulen und Kindergärten sind seit Wochen geschlossen, Nairobi (Wir) und Mombasa (Küste) sind vom Rest des Landes abgeriegelt, es gibt eine Gesichtsmaskenpflicht, ebenso ist der Aufenthalt in Restaurants verboten. Unnötige Wege sollen vermieden werden. Jeder ist angehalten, zu hause zu bleiben.

Auch hier auf Station hat sich vieles verändert. Offiziell ist sie jetzt geschlossen. Statt über hundert Menschen, die unter der Woche hier ihrem Arbeitsalltag nachgehen, wohnen jetzt noch ungefähr dreißig Leute hier. Als erstes mussten die deutschen Kurzzeitler nach Hause, mit der Schließung der Station kam dann ein großer Teil des kenianischen Teams und alle Arbeiter dazu. Da erstmals keine Auslandsflüge mehr möglich sein werden, entschlossen sich auch einige deutsche Familien, das Land zu verlassen.

Uns geht es aber gut. Auf der Station können wir uns frei bewegen. Das bedeutet viel Platz, eine wunderschöne Landschaft und immer wieder herzliche Begegnungen. Im Augenblick haben wir ausreichend Vorräte, um die Station nicht verlassen zu müssen. Hin und wieder kann Dominik mit anderen einkaufen gehen. Dominik kann sich hier bereits voll einbringen. Gerade jetzt ist es wichtig, für ein gutes und schnelles Internet zu sorgen, da der Fokus viel stärker als sonst auf der digitalen Kommunikation liegt.

Wir freuen uns, wenn ihr für uns betet. Und auch für die Menschen hier. Viele hier leben von der Hand in den Mund als Tagelöhner. Durch die Einschränkungen kommen daher manche um ihren Tagesverdienst und können sich dann nichts zu Essen kaufen. Einzelne können wir in dieser Krise unterstützen. Auch für diese Möglichkeit sind wir sehr dankbar. Hier gibt es keine Sozialhilfe oder ähnliches, wie in Deutschland, daher ist es für viele existenziell wichtig, dass die Maßnahmen nicht zu lange andauern und sie wieder Arbeiten können.

Wir sind mittlerweile gut in Kenia angekommen und leben uns als Familie gerade ein. Hier schon mal ein paar Bilder als erste Eindrücke. Mehr gibt es in den nächsten Wagner-News…

Blick in den Nationalpark
Auf der anderen Seite die Straßen mit Einkaufsmöglichkeiten
Hier leben wir mit mit anderen kenianischen und deutschen Familien zusammen im Teamhaus der Station

per Skype oder WhatsApp-Call sind wir auch aus Deutschland kostenlos zu erreichen. Wenn ihr unseren Skype Kontakt oder die kenianischen Handynummern von uns haben wollt, könnt ihr uns gerne ein E-Mail schreiben. Wir freuen uns von euch zu hören!

Mitte Dezember wurden wir von unserer Gemeinde in Mücke ausgesandt. Hinterher gab es beim Mittagessen viel Zeit für Gemeinschaft. So viele tolle Begegnungen und Gespräche entstanden dabei! Großartige Freundschaften sind in unseren Jahren in Mücke gewachsen. Wir staunen darüber, was in dieser Zeit alles geschehen ist – sei es an Zusammenarbeit oder an persönlichen Beziehungen. Wir durften Gemeinde mitgestalten, ein Stück mitprägen, aber uns auch prägen lassen, uns einsetzen und uns beschenken lassen. Im Rückblick auf das alles bleibt uns ein riesengroßes Dankeschön!

Im Blick nach vorn freuen wir uns, dass wir nicht allein sind. Wir, auch das wurde während der Veranstaltung hervorgehoben, sind ausgesandte Mitarbeiter – vom Vogelsberg nach Mbagathi :-). In diesem Sinne sind wir weiter zusammen unterwegs mit allen, die uns unterstützen.

Am 13. Februar 2020 geht unser Flugzeug nach Kenia und unsere Arbeit dort beginnt. Jetzt befinden wir uns in der Aufbruchszeit. Koffer stehen in unserer Wohnung, Listen werden gemacht, Orgasachen erledigt. In den wenigen Wochen gibt es jetzt viel zu tun, wie die restlichen Impfungen, das Aussortieren unserer übriggebliebenen Sachen, Beantragung verschiedener Papiere usw.

Wir sind gespannt und freuen uns auf neue Herausforderungen und Begegnungen!

>>> Link zur Predigt von Ingo Bittenbinder zum Aussendungsgottesdienst <<<

Anfang 2020 werden wir als Familie nach Kenia ausreisen, um bei DIGUNA auf der Station Mbagathi (das Beitragsbild oben zeigt die Station aus der Luft) mitzuarbeiten. Aktuell warten wir noch auf die Arbeitsgenehmigung für Dominik.

Hier eine kleine Vorstellung von Kenia und der Arbeit dort:

Hauptstadt: Nairobi

Bevölkerung: ca. 50 Millionen

Landessprachen: Englisch, Kiswaheli und zahlreiche Stammessprachen

Religion: ca. 70% Christen (römisch-katholisch, evangelisch, Pfingstkirche), ca. 10% Naturreligionen und ca. 20% muslimisch.

Partnerkirche: African Inland Church (A.I.C.)

Radio: Biblia Husema Broadcasting (https://bibliahusema.org)

Stationen: Mbagathi/Nairobi, Tinderet, Ngecheck, Lodwar

Mbagathi liegt am Nairobi Nationalpark, etwa 20 km von der Hauptstadt Nairobi (ca. 4,5 Millionen Einwohner auf ca. 1600 m Höhe) entfernt.

Tinderet (Kinderheim & Berufsschule) befindet sich im Westen Kenias, in der Rift-Valley-Provinz.

Ngechek (Kinderheim) befindet sich unweit der Stadt Eldoret im Westen Kenias.

Lodwar (Turkana Volksgruppe) ist eine Stadt im Nordwesten Kenias in der Provinz Rift Valley mit schätzungsweise 150.000 Einwohnern.

Die Arbeit in Kenia ist vielfältig. Von fast allen Stationen aus fahren Evangelisationsteams mit geländegängigen LKWs ins ganze Land, um dort in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden missionarisch tätig zu werden. Zu diesem Zweck werden auch Filme (hauptsächlich der Jesus-Film) eingesetzt. Überdies versuchen wir durch Slumeinsätze und Mitarbeit in der Radioevangelisation Menschen für das Evangelium zu gewinnen.

Neben der Evangelisationsarbeit wird in Mbagathi eine Jüngerschaftsschule unterhalten. Ein weiterer Schwerpunkt der Station sind Schuleinsätze. Da die Schüler die ganze Woche über in der Schule bleiben, sind kleine Teams von Mitarbeitern an Wochenenden unterwegs, um in dem dicht besiedelten Umland der Station die höheren Schulen zu besuchen. In vielen weiteren Projekten in unserem Jugendarbeitsbereich versuchen wir, junge Menschen mit dem Evangelium von Jesus zu erreichen.

Seit dem Jahr 2000 haben wir auch eine mobile Trompetenschule ins Leben gerufen, die sehr starken Zuspruch seitens der kenianischen Gemeinden erfährt.

In Tinderet, Ngechek und Lodwar wird an diakonischen Projekten gearbeitet.

Geschichtlicher Hintergrund

Nach der letzten Transafrika-Reise 1979 wurde in Kenia ca. 18 km südlich von Nairobi einige Hektar Land gekauft, um eine Basisstation in Mbagathi aufzubauen.

Ende Juni ging‘s dann auf nach Haiger. Jetzt leben wir hier auf dem Gelände der Diguna in einer schönen Wohnung mit Balkon. Es ist unsere halbjährliche Vorbereitungszeit in Deutschland, gleichzeitig arbeitet Dominik aber auch jetzt schon in der IT und kann bereits hier viel bewirken.

Es ist schön, als Team zusammen zu sein. Jeden Wochentag gibt es eine Morgenandacht und ein gemeinsames Kaffeetrinken. Auch sonst begegnet man oft den anderen Diguna-Mitarbeiter und kommt ins Gespräch miteinander. Es gibt zwei weitere junge Familien auf dem Gelände. Das ist natürlich besonders für Benjamin und Tamina spitze. Fast jeden Tag treffen sie die anderen Kinder und können zusammen spielen.

Für Benjamin hat neben dem Umzug noch ein anderer neuer Abschnitt begonnen. Seit einer Woche geht er in den Kindergarten. Noch sind wir in der Eingewöhnungsphase, aber bisher läuft es sehr gut. Er ist richtig stolz und glücklich, wenn er morgens mit seinem Rucksack auf dem Rücken aufbrechen kann.

Tamina ist ein sehr aktives Mädchen, immer bestrebt, mit dem großen Bruder Schritt zu halten. Sie isst normal, hat sieben Zähne, kann krabbeln und für kurze Zeit stehen, wenn sie sich irgendwo festhält. Ihr größtes Bestreben ist es jetzt, Laufen zu lernen. Sie verfolgt es voller Eifer und nutzt jede Gelegenheit zum Üben.

Beide Kinder haben sich hier gut eingelebt und mit den anderen Mitarbeitern angefreundet.

Mehr Informationen über unseren weiteren Weg nach Mbagathi (Kenia) gibt es in den aktuellen Wagner-News.

Am Sonntag (09.06.2019) wurden wir im Rahmen des Pfingst-Missionsfestes in Unter-Seibertenrod von unserer Gemeinde verabschiedet. Es war ein wunderschöner Sonntag mit tollem Wetter und Menschen. Es hat uns sehr ermutigt, dass die Gemeinde so hinter uns steht und Familie Mischnick von DIGUNA den Gottesdienst mitgestaltet hat. Vielen Dank an alle!

Besonders möchten wir uns auch bei unserem Missionstem in der Gemeinde bedanken, dass uns unterstützt und hilft die Verbindung zur Heimat aufrecht zu halten.

Wir lassen viel zurück im Vogelsberg. In den 5 Jahren Vogelsberg sind viel Beziehungen zu Menschen entstanden, die wir in Kenia sicher vermissen werden. Gleichzeitig sind wir gespannt auf den Weg, der vor uns liegt.

>>> Predigt Link zum anhören <<<

Im Moment gibt es für uns eine Menge vorzubereiten. Wir sortieren aus: Was wollen wir behalten, weitergeben oder wegschmeißen? Das ist zeitaufwendig und herausfordernd. Doch Stück für Stück werden unsere Schränke leerer.

Auch das Sprachenlernen ist ein großes Thema. Für unsere zukünftige Arbeit brauchen wir Englisch und Suaheli. Mittels Lernprogrammen versuchen wir daher, bereits jetzt das Lernen dieser beiden Sprachen in unseren Alltag zu integrieren.

Der Abschied fällt uns natürlich nicht leicht. In den letzten fünf Jahren haben sich tolle Beziehungen entwickelt, für die wir sehr dankbar sind. Dominik hinterlässt darüber hinaus auch als Stammesleiter der Erz-Pfadfinder Mücke eine große Lücke. Bisher gibt es leider niemand, der in Zukunft diese Position übernehmen möchte. Bitte betet mit dafür, dass eine gute Lösung gefunden wird.

Wir werden am 30.06.2019 nach Haiger zu Diguna ziehen. Für Anfang 2020 ist dann die Ausreise nach Kenia geplant. Die Zeit in Haiger werden wir nutzen, um uns noch intensiver vorzubereiten: Wissen über die dortige Kultur aneignen, Konkretisierung der Aufgaben vor Ort, Sprachkompetenz weiter ausbauen, Impfungen, Arbeitserlaubnis usw. Wir werden besonders gegen Ende die Zeit nutzen, viele Freunde, Bekannte und Verwandte zu besuchen, bevor es dann nach Weihnachten ins Ausland geht.

Eine komplett neue Erfahrung wird es sein, das Einkommen für die Familie über Spenden zu finanzieren. Wir denken, dass Gott uns in Afrika bei Diguna gebrauchen kann und will. Auch wenn es uns nicht leicht fällt, gehen wir diesen Schritt im Vertrauen auf Gott, der uns nie im Stich gelassen hat.

Bei Diguna gibt es bereits jetzt ein Spendenkonto für uns, von dem ab Juli Dominiks Gehalt und sonstige Kosten beglichen werden. Bitte betet für uns, dass Gott uns die notwendige Unterstützung gibt und wir das von Ihm Anvertraute gut einsetzen können.

Herzliche Grüße, eure Familie Wagner auf dem Weg nach Afrika.